Heute ziehen (kaschieren) wir ein Bild auf Leinwand auf. Warum tun wir das? Antwort: weil wir es können! Nein, ernsthaft! Ein Bild, Poster, Kunstdruck kann man auf Leinwand aufziehen. Das Bild wirkt dann, auch wegen der Leinenstruktur der Oberfläche, wie ein Originalgemälde.Auch Fotos auf Leinwand aufgezogen ergeben eine völlig andere, ungewöhnliche Anmutung.

 

Der Prozess des Aufziehens auf Leinwand erfordert handwerkliches Geschick, sowie eine umfangreiche technische Ausstattung.

Auf die Leinwand aufkleben und Kunststofffolie aufbringen

Zunächst wird das zu bearbeitende Bild mit Hilfe eines Spezialklebers auf eine Künstlerleinwand aufgeklebt. Das noch leimfeuchte Bild wird nun in der Vakuumpresse fest und blasenfrei miteinander verklebt. Im nächsten Arbeitsschritt wird eine Kunststofffolie aufgebracht. Diese Folie kennen wir schon aus Teil 2. Sie schützt das Bild vor allen Fährnissen des Lebens: vor allem – Licht! – dem grössten Feind jedes Bildes. Die Folie ist UV- resistent! Sie schützt auch vor Verschmutzung – fliegenden Eiern, Rotwein, Hausstaub – einfach feucht abwischen und gut!

Leinstruktur

Jetzt applizieren wir die Leinenstruktur! Auf das aufgeklebte Bild legen wir diese Kunststofffolie und darüber eine hauchdünne Silikonfolie, die man nach Fertigstellung des Bildes leicht und problemlos wieder abziehen kann. Darauf wird eine gröbere Leinwand gelegt. Das ganze Paket kommt nun wieder in die Vakuumpresse. Diese wird nun auf ca. einhundert Grad erhitzt, so daß die Folie blasenfrei auf das Bild aufschmelzen kann.

Anschliessend wird die Silikonfolie mitsamt der Leinwand abgezogen: die Leinwand hat ihre Struktur auf der Folie hinterlassen. Im nächsten Schritt wird die Leinwand, wie schon beschrieben auf einen Keilrahmen aufgezogen.